Bracelet of Blessings

Ein junges Paar lebte sechs Türen vom Guru Ram Das Ashram in Los Angeles entfernt, als Yogi Bhajan 1969 die Szene betrat. Sie waren Antiquitätenhändler und Schmuckdesigner mit einer Vorliebe für Art Déco. Sie besuchten treu zweimal wöchentlich Yogi Bhajans Yoga- Kurse und Dharam Damama Kaur bereitete die Bühne für seine Abendkurse vor. Nachdem sie sein Schaffell und seine Kissen arrangiert hatte, stellte sie stets sein Tablett mit einem Wasserglas, einem feuchten Waschlappen für seine Stirn und eine Vase mit bunten Gerber- Gänseblümchen auf.

Eines Tages erhielten sie einen Telefonanruf von einer Mitarbeiterin Yogi Bhajans, die sagte, der Siri Singh Sahib wolle, dass sie nach ihrem spirituellen Namen fragen. Und das taten sie auch. Einige Tage später rief die Mitarbeiterin sie an, um Ihnen mitzuteilen, was der Siri Singh Sahib gesagt hatte. Niemand sonst würde jemals wieder Ihre Namen tragen: Dharam Damama Singh und Dharam Damama Kaur. Dharam Damama – der dröhnende Klang des Urknalls der Schöpfung.

Die Damamas (wie sie von einigen genannt wurden) brachten regelmäßig Geschenke für den Siri Singh Sahib in den Unterricht mit: Schwerter und Messer, die sie beim Auskundschaften von Antiquitäten fanden und handgearbeitete Geschenke, die sie eigens für ihn entwarfen: Silberringe mit vielen Perlen und Edelsteinen, mit seinen Initialen verzierte Silberwaren, ein monogrammiertes Wasserglas usw. Für jedes Geschenk erhielten sie einen Dankesbrief. Diese Briefe bewahrten sie liebevoll in einem speziellen Notizbuch auf.

Eines Tages besuchte sie Yogi Bhajan in ihrer Wohnung in der Nähe des Ashrams, setzte sich hin und zeichnete die Symbole für ein „Armband des Segens“. Dharam Damama Singh stellte die Armbänder in Silber von Hand her und machte sie für die Sanghat verfügbar, genau wie Adi Shakti Anstecker die mit Edelsteinen besetzt waren. Das angefügte Foto zeigt den Siri Singh Sahib, der die Dharam Damamas zu Hause besucht, um den Prototyp des Segensarmbands zu sehen (seine Originalzeichnung ist gerahmt hinter ihm an der Wand zu erkennen).

Eines Tages saß der Siri Singh Sahib in seiner Limousine und fuhr auf der Preuss Road an Dharam Damama Singh vorbei. Die Scheiben des Wagens waren getönt, so dass Dharam Damama Singh nicht erkennen konnte, ob sich der Siri Singh Sahib im Auto befand oder nicht. Aus Gewohnheit ließ er fallen, was er in den Händen hielt, faltete schnell die Hände vor seinem Herzzentrum und verneigte sich.

Am 1.November 1988 erzählte uns der Siri Singh Sahib die Geschichte im Unterricht: “Wisst Ihr, was ich getan habe? Ich verneigte mich im Auto vor ihm. Ich verbeugte mich vor ihm. Wenn ich nicht so in Eile gewesen wäre, hätte ich das Auto angehalten, wäre zurückgekommen, wäre ausgestiegen, hätte seine Füße berührt und den Boden gesegnet, auf dem er stand. Ich habe ihn mit eigenen Augen gesehen. Ich kann es verstehen. Für Euch ist er vielleicht ein Narr oder ein Dummkopf, für Euch ist er vielleicht ein Nichts. Er braucht Gott nicht, er ist Gott. Hingabe ist ein Zeichen für ein erhöhtes Bewusstsein und das ist Gott.“~

~Nam Kaur Khalsa , CA, USA

Einige Erinnerungen

Ich traf Dharam Damama Singh und Kaur zum ersten Mal 1980, als meine Familie von Washington, DC, nach Los Angeles zog (ich war 8 Jahre alt). Sie waren lustig, liebevoll, großzügig, kreativ und so viel mehr. Ich verbrachte viele Nachmittage nach der Schule bei ihnen zu Hause. Sie sagten mir, dass ich eingeladen sei, jederzeit zu ihnen zu kommen. Bei meiner Ankunft wurde mir immer etwas zu essen oder zu trinken angeboten. Manchmal, wenn sie beide beschäftigt waren, saß ich einfach nur da und machte meine Schularbeiten.  Wie Nam Kaur erwähnte, waren sie Antiquitätensammler. Ihr Haus war einladend und gemütlich und vollgestopft mit alten und interessanten Dingen zum Anschauen und Spielen (nichts war tabu). Es gab immer etwas Neues zu entdecken, das auf einem Flohmarkt gefunden worden war. Ich wurde ermutigt selber Kunstwerke zu kreieren (Zeichnungen, Malerei, Skulptur usw.). Ich zeichnete mein erstes Selbstporträt in ihrem Haus (ich war 15 Jahre alt). Dharam Damama Singh stellte vor jedem von uns (er und ich) einen Spiegel auf und erklärte, ich solle mich auf mein Gesicht als Ganzes konzentrieren und schnell zeichnen und nicht über das Endprodukt nachdenken, sondern einfach Spaß daran haben. Ich erinnere mich daran, als wäre es gestern gewesen, und ich habe die Zeichnung immer noch.  Ich habe es sehr genossen, Dharam Damama Singh dabei zuzusehen, wie er in seiner Garage Schmuckstücke anfertigte. Er erklärte mir den Prozess von Anfang bis Ende. Es war faszinierend. Manchmal, wenn ich vorbeikam, saßen wir einfach nur da und sahen mit Popcorn fern. Sie hatten sehr süße große weißen Hunde. Es ist komisch, aber ich erinnere mich, dass die Hunde merkwürdig rochen. Ich hatte irgendwann mal den Mut, Dharam Damama Kaur danach zu fragen. Sie sagte, man habe ihnen Knoblauch ins Futter getan, um die Flöhe fernzuhalten. Ich weiß nicht mehr, ob das funktioniert hat oder nicht. Ich habe sehr glückliche Erinnerungen an die Zeit, die ich mit den Dharam Damamas verbracht habe. Ich vermisse sie.

-Amrit Kaur Khalsa , VA, USA

Sie nahmen jeden mit Liebe und Freundlichkeit auf. Für mich repräsentierten sie meine Vision und meinen Herzenswunsch nach 3HO. Ich traf einmal die Mutter von Dharam Damama Kaur und merkte, was für ein erhabener und spiritueller Mensch sie war. Als ich mit Dharam Damama Kaur darüber sprach, bestätigte sie das. Ihre Mutter hatte eine so erhabene und freundliche Energie. Wir hatten das Glück, sie gekannt zu haben, und ich danke ihnen für ihre Wärme und ihre offenen Herzen.

~ Guru Dev Kaur Khalsa

Sewa Kaur und ich möchten dem, was über dieses zutiefst intuitive, freundliche und liebevolle Paar geteilt wurde, respektvoll unsere Zuneigung hinzufügen. In den vielen Jahren, seit wir sie zum ersten Mal trafen, konnten wir nicht viel Zeit mit den Damamas verbringen, aber wir schätzen jeden Augenblick. Wir teilten nicht nur eine tiefe Liebe zu KY, Guru, Dharma und Yogi Ji, sondern waren durch unsere gemeinsame Liebe zu Antiquitäten und den kreativen Prozessen sehr verbunden.

Sie waren großartige Botschafter für unsere Gemeinschaft. Mehr als einmal erkannten Antiquitätenhändler beim Besuch von Antiquitätenläden, die so weit von LA entfernt waren wie Oklahoma, unsere Bana und streckten ihre Hand aus. In jedem Fall teilten sie eine tiefe, liebevolle Wertschätzung für die Damamas. Die Schwingung menschlicher Güte, die so natürlich aus ihnen floss, erwärmt weiterhin unsere Herzen. Ich kann mir vorstellen, dass sie beide mit dem liebevollen, freudigen Lachen und dem Licht unseres lieben Lehrers herzlich willkommen geheißen wurden.

 ~ Sewa Singh Khalsa

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